Gastbeitrag von Jennifer Schellenberg
Rund 300 Kinder, Jugendliche und Betreuer erlebten vier Tage voller Gemeinschaft, Teamgeist und Feuerwehrwissen
Das Kreiszeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Wartburgkreis fand von Donnerstag, 9. Juli, bis Sonntag, 12. Juli 2026, auf dem Sportplatz in Immelborn statt.
Rund 300 Kinder, Jugendliche und Betreuer aus den Jugendfeuerwehren Bad Salzungen, Barchfeld, Bernshausen, Buttlar, Dermbach, Dietlas, Immelborn, Kaltenborn, Ketten, Spahl, Kupfersuhl, Merkers, Möhra, Schleid, Stadtlengsfeld, Wenigentaft, Bad Liebenstein, Schweina und Steinbach nehmen daran teil.
Das Zeltlager war weit mehr als eine Ferienfreizeit. Als wichtiger Bestandteil der Nachwuchsarbeit der Freiwilligen Feuerwehren leistete es einen wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Sie erlebten Gemeinschaft, übernahmen Verantwortung, stärkten ihre Teamfähigkeit und knüpften Freundschaften über die Grenzen ihrer Heimatfeuerwehren hinaus.
Wichtige Werte für Feuerwehr und Gesellschaft
Im Mittelpunkt standen neben Spiel und Spaß Werte wie Hilfsbereitschaft, Respekt, Zuverlässigkeit und Zusammenhalt.
Damit stärkte das Zeltlager nicht nur die Identifikation der Kinder und Jugendlichen mit ihrer Feuerwehr, sondern auch die Motivation, sich langfristig ehrenamtlich zu engagieren.
Landrat Dr. Michael Brodführer besuchte das Kreiszeltlager und verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von der engagierten Jugendarbeit und dem Einsatz der vielen ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer.
„Die Jugendfeuerwehren sind die Zukunft unserer Freiwilligen Feuerwehren. Was die Kinder und Jugendlichen hier erleben, prägt sie weit über das Zeltlager hinaus: Sie lernen Verantwortung, Zusammenhalt und Verlässlichkeit.
Jeder Euro und jede Stunde, die in die Jugendarbeit investiert werden, sind eine Investition in die Sicherheit unseres Landkreises und in eine starke Gemeinschaft“, betonte Landrat Dr. Michael Brodführer.
Wettbewerbe, Feuerwehrwissen und Teamarbeit
Ein abwechslungsreiches Programm sorgte während der vier Tage für zahlreiche gemeinsame Erlebnisse. Beim kreiseigenen Wettbewerb stellten sich 23 Mannschaften insgesamt 19 Stationen, an denen Geschicklichkeit, Teamfähigkeit, Feuerwehrwissen und Spaß gefragt waren.
Auch bei der traditionellen Nachtwanderung durch Immelborn mussten die Mannschaften an mehreren Stationen ihr Können unter Beweis stellen. Zu den Aufgaben gehörten unter anderem Feuerwehrwissen, Erste Hilfe, Geschicklichkeit und Teamarbeit.
Am zweiten Tag standen die Leistungsabnahmen im Mittelpunkt. Die Kinder und Jugendlichen konnten die Leistungsabzeichen in Silber und Gold sowie die Jugendflamme der Stufen 1 und 2 erwerben.
Geprüft wurden unter anderem Kenntnisse in Erster Hilfe, Gerätekunde, Knoten und Stichen sowie der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3.
Insgesamt wurden 18 Leistungsabzeichen in Silber, 19 Leistungsabzeichen in Gold, 35 Jugendflammen der Stufe 1 und 25 Jugendflammen der Stufe 2 verliehen.
Das Technische Hilfswerk Eisenach und die Bundeswehr Bad Salzungen stellten zudem ihre Arbeit vor und gaben den Nachwuchskräften Einblicke in die Aufgaben und die Zusammenarbeit verschiedener Hilfsorganisationen.
Erstmals stiftete der Kreisfeuerwehrverband Bad Salzungen Wanderpokale für die Siegerinnen und Sieger der Nachtwanderung in den beiden Altersklassen.
Gemeinschaftsleistung vieler Engagierter
Dass ein Zeltlager dieser Größenordnung stattfinden konnte, war nur durch das Zusammenspiel zahlreicher engagierter Menschen und Organisationen möglich.
Die Kreisjugendfeuerwehrwartin Katrin Heger und der Vorstand der Kreisjugendfeuerwehr arbeiteten gemeinsam mit Kreisbrandinspektor Christian Grebe, den Kolleginnen und Kollegen des Landratsamtes sowie zahlreichen Ehrenamtlichen aus den Feuerwehren an der Planung und Umsetzung.
Die Hauptverantwortung für die Organisation vor Ort übernahmen die Freiwillige Feuerwehr Immelborn und der Feuerwehrverein Immelborn.
Unterstützt wurden sie unter anderem durch örtliche Vereine und Organisationen wie den Kirmesverein, den Hundesportverein, den FunSportClub, den DRK-Ortsverein, den Angelverein, die Bergwacht Bad Liebenstein und das Landvolk sowie durch zahlreiche Eltern, Unternehmen, Sponsoren und weitere Helferinnen und Helfer.
„Ein solches Zeltlager lebt vom Engagement vieler Menschen, die organisieren, aufbauen, betreuen, absichern und mit anpacken. Ohne ihre Bereitschaft, Zeit, Kraft und Herzblut in die Jugendarbeit zu investieren, wäre eine Veranstaltung in dieser Form nicht möglich“, betonte Kreisbrandinspektor Christian Grebe.
Die vier Tage zeigten erneut, welchen hohen Stellenwert die Nachwuchsarbeit in den Feuerwehren des Wartburgkreises besitzt.
Gemeinsame Erlebnisse wie das Kreiszeltlager stärken die Verbundenheit innerhalb der Kreisjugendfeuerwehr und legen einen wichtigen Grundstein für die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner von morgen.



